24.09.2018Festival inklusive Theater / 12.+13. November

 

12. November 2018:

11:00  (Schulvorstellung) : „Die drei Räuber“

ein Gastspiel vom Mezzanin Theater (Graz)

Eine inklusive Theaterproduktion frei nach dem Bilderbuch von Tomi Ungerer und dem Animationsfilm von Hayo Freitag

Im Wald, da wohnen drei Räuber. Drei finstere Gestalten, die ihre Umgebung in Angst und Schrecken versetzen. In der Nacht legen sie sich auf die Lauer und überfallen Kutschen. Eines Nachts finden sie in einer Kutsche nichts als das kleine Mädchen Tiffany. Sie soll nach dem Tod ihrer Eltern gegen ihren Willen in ein Waisenhaus gebracht werden, das von einer bösen Direktorin geleitet wird.
Unerschrocken stellt sich Tiffany den drei Räubern entgegen. Um dem Waisenhaus zu entgehen, schwindelt Tiffany den Räubern vor, die Tochter eines reichen Maharadschas zu sein, der für ihre Befreiung viel „Lösegold“ zahlt.
So schleppen die drei Räuber Tiffany in ihre Räuberhöhle, wo das kleine Mädchen mit ihrer unbeschwerten Art das gewöhnliche Räuberleben ganz schön durcheinander bringt. Plötzlich ist das einzige Bett dauerbelegt und die finstere Höhle verwandelt sich in ein farbiges Zuhause.
 Doch das freie Räuberleben nimmt ein jähes Ende, als Tiffanys Schwindelgeschichte vom reichen Maharadscha-Papa auffliegt und kein Lösegold zu erwarten ist. Traurig verlässt Tiffany die drei Räuber und macht sich ganz allein auf den Weg ins Waisenhaus...

Ein märchenhaftes Stück, das vom Anderssein, Freundschaft und der positiven Kraft menschlicher Gemeinschaft und Solidarität erzählt.

18:30 Uhr Eröffnung
Anschließend. Performance „Wir lassen uns nicht behindern“
Roman Wegmann (Theaterpädagoge, Fachbereichsleiter Mensch.Integration.Inklusion http://www.theaterverbandtirol.at/mensch_integration_inklusion) erarbeitet mit Menschen, die in Tirol leben, eine kurze Performance zum Auftakt.

19:00 Uhr: „Die drei Räuber“ (Beschreibung siehe oben)

20:00 Uhr: POWERband Tirol
Jazz und Partymusik aus Tirol. Die POWERband Tirol vereint professionelle Musiker und Menschen mit Beeinträchtigung. Sie proben regelmäßig in Landeck und treten seit 2012 öffentlich auf, so unter anderem auch beim TschirgART Festival in Imst als Vorgruppe von Al Jarreau.

 

13. November 2018:

18:30 Uhr: Wiederholung der Performance „Wir lassen uns nicht behindern“

19:00 Uhr: „ALI / FLÜGEL" ein Gastspiel vom Teatro la Ribalta – Kunst der Vielfalt (Bozen)

Tanztheater von Antonio Viganò und Julie Anne Stanzakv

ALI („Flügel“) erzählt von der Begegnung eines vom Leben enttäuschten jungen Mannes mit einem verwundeten Engel, der leiden und lieben möchte wie die Menschen. Neugierig und naiv wie ein Kind entdeckt der Engel die Erde und den Menschen und erlebt Gefühle, die er nicht kennt.

Engel und Mensch begegnen sich, stoßen aufeinander, kämpfen, erkennen sich gegenseitig, halten sich aneinander fest und beginnen einen Tanz zwischen Leben und Tod. Unter Schutt und Stein begrabene Erinnerungen werden wiederentdeckt und langsam nimmt das Leben des Mannes wieder Form an, mit all seinen Freuden und Leiden. Der Kampf zwischen beiden verwandelt sich in ein grausames und poetisches Spiel. Dabei entdeckt der Mann seine Einzigartigkeit, denn seine Geschichte ist einmalig und nicht wiederholbar.

 Der Engel hingegen wird vor eine Wahl gestellt: Will er sein undefiniertes Dasein zwischen „Allem und Nichts“ weiterführen oder lieber eine genau definierte, irdische Identität annehmen und ausleben?

Jason De Majo und Michael Untertrifaller durchspielen eine unendlich farbige Ausdrucksskala, brutale und zarte Sensationen werfen sie in den Raum, sie bewegen sich auf der Bühne mit Sicherheit und absoluter Körperkontrolle […]. Einfach Theater... eines von den besten.
 (Antonio Audino, Il Sole 24 ore)

 Die Genossenschaft Akademie der Vielfalt – Teatro la Ribalta wurde 2013 gegründet und ist ein in Italien einzigartiges Modell, um Ausgrenzung entgegenzuwirken und den Beteiligten eine berufliche und soziale Identität zu ermöglichen. Die Gruppe entwickelt Theaterprojekte für Kinder und Jugendliche. Die SchauspielerInnen bringen ihr künstlerisches Potential mit Leidenschaft zum Ausdruck, sie tanzen ihre Einzigartigkeit mit Poesie und spielen mit überzeugender Glaubwürdigkeit. Mit ihren kraftvollen und berührenden Inszenierungen ist die Gruppe regelmäßig zu Gast bei Festivals und hat dafür bereits mehrere Auszeichnungen erhalten.

20:30 Uhr:    
dance ability

Dance Ability ist eine Methode bzw. Philosophie des kreativen Ausdruckstanzes, basierend auf Improvisation und Kontaktimprovisation. Dies bedeutet Tanzen ohne vorgegebene Formen, mit eigenen Bewegungen, in eigener Zeit und mit eigenem Ausdruck. Menschen mit und ohne Tanzerfahrung, mit oder ohne Behinderung, Jung und Alt, kommen zusammen, um im Tanz den Rhythmus und die Sprache des eigenen Körpers zu erforschen und individuelle Ausdrucksmöglichkeiten zu finden.“Wer atmen kann, kann tanzen!“

und
t-roller

Die t-Roller (sprich: ti-Roller, nicht zufällig zum Verwechseln ähnlich mit „Tiroler“) sind eine Gruppe von tanzbegeisterten Menschen von Anfang 20 bis Ende 60. Im Jahr 2007 hat sich um drei Rollstuhlfahrer eine Gruppe gebildet, welche das Tanzen von eben diesen Rollstuhlfahrern mit „Fußgängern“ probiert und geübt haben. Die Freude am Tanzen ist das verbindende Element. Es tanzt immer ein Rollstuhltänzer mit einem Fußgänger.
 

Für Gruppen ist eine Anmeldung zum Besuch des Festivals unbedingt notwendig:
Carmen Sulzenbacher (BRUX / Freies Theater Innsbruck)
c.sulzenbacher@brux.at | 0664 1129285

Eintritt: freiwillige Spenden