Heimatbühne Matrei in Osttirol

Kinosaal
9971  Matrei/Osttirol

Kontakt
Magdalena Klaunzer
Johann-Panzl-Strasse 7
9971 Matrei/Osttirol
04875-6165
k.klaunzer@aon.at

Die Heimatbühne Matrei in Osttirol feiert (2008) ihr zwanzigjähriges Jubiläum mit der Uraufführung des Schauspiels "Mutter, wie viele Schritte darf ich machen?" Im Bild: Einer der Höhepunkte in der Geschichte der Heimatbühne Matrei/Osttirol war im Jahr 2000 das dramatische Schauspiel "Die Stumme" von Elmnar Harrys in der Bühnenbearbeitung von Toni Pichler und Adaption von Reinhard Auer. Zita Wolsegger ist von Anfang an Leiterin der Heimatbühne Matrei. Sie legt ihre Tätigkeit als Obfrau dieses Jahr (2008) zurück. Im Jubiläumsheft der Bühne schreibt sie: Jubiläen bieten neben einem guten Grund zum Feiern auch den passenden Anlass, zurückzuschauen und Bilanz zu ziehen. "Wenn ich nun auf 20 Jahre Heimatbühne Matrei zurückblicke, tue ich dies mit einem gewissen Stolz und vor allem mit viel Freude und Dankbarkeit. Immerhin durften wir Jahr für Jahr hunderte Zuschauer bei unseren Aufführungen willkommen heißen. Dieser rege Zuspruch, das viele Lob und vor allem die alljährliche Frage zahlreicher Theaterfreunde: "Spielt's heuer wohl wieder?", waren für uns Motivation genug, sich stets aufs Neue dieser Herausforderung zu stellen. Dies erforderte von jedem Einzelnen einen beachtlichen Zeitaufwand, viel Mut und Ehrgeiz. Doch wer einmal Theaterluft geschnuppert hat und den Applaus genießen konnte, der bleibt meist ein "Theatermensch". Wobei neben der Faszination auf der Bühne zu stehen natürlich auch die Gemeinschaft und das Gesellige zählte. So konnten wir miteinander unzählige Stunden voller Freude und Fröhlichkeit sowie spannende und berührende Augenblicke erleben. Für diese unvergesslichen Erlebnisse, die schauspielerischen Leistungen und vor allem für die gute Kameradschaft und Freundschaft danke ich allen Spielern von ganzem Herzen. Hierbei denke ich besonders auch an unseren langjährigen Theaterkollegen Roland Trost, der im letzten Jahr leider viel zu früh verstorben ist. Meine Wertschätzung gilt aber auch allen Helfern, die außerhalb des Rampenlichtes ihren Teil zum Erfolg beitrugen sowie allen Sponsoren und Gönnern unserer Bühne. Neben unseren eigenen Zielen und dem vereinsinternen Zusammenhalt, war mir auch der Kontakt zu anderen Bühnen stets ein wichtiges Anliegen. So besuchten wir gerne deren Aufführungen und wirkten mit Freude an den Theatertreffen in Süd- und Osttirol mit. Dementsprechend war auch das Echo. Bei unseren Aufführungen konnten wir fast immer Theaterkollegenlinnen aus Nah und Fern willkommen heißen. Dabei sind auch Freundschaften entstanden, die wir alle nicht mehr missen möchten. Großer Erfolg in 20 Jahren In den 20 Jahren haben wir verschiedene Theaterstücke, wie ländliche Lustspiele, Komödien und dramatische Schauspiele mit großem Erfolg aufgeführt. Besonders erfreulich war für uns alle die wertvolle Unterstützung durch den Landesspielleiter Reinhard Auer. Mit seinem fachkundigen Wissen, gewürzt mit viel Humor und Charme, hat er uns allen imponiert. Insofern war es für ihn ein Leichtes, das schauspielerische Können unserer Akteure und vor allem die Begeisterung für das Neue merkbar zu steigern. Das dramatische Schauspiel "Die Stumme" war der beste Beweis dafür. Mittlerweile hat nun Kar! Staller, der bei "der Stummen" sein Können als Spieler unter Beweis stellte, selbst mehrere Regiekurse absolviert und die Spielleitung unserer Truppe übernommen. Er war es auch, der gerade rechtzeitig für unser Jubiläum ein Theaterstück geschrieben und jetzt mit uns einstudiert hat. So dürfen wir uns auf die Uraufführung des Schauspieles, "Mutter, wie viele Schritte darf ich machen?", am Samstag, den 19. April 2008 im Kinosaal Matrei freuen. Mit diesem Höhepunkt in meiner 20-jährigen Tätigkeit als Obfrau der Heimatbühne Matrei, lege ich nun meine Funktion in andere Hände, bleibe aber dem Theater gewiss weiterhin verbunden. Ich wünsche unserer Truppe auch in Zukunft viel Erfolg und Freude am Spiel und bedanke mich ganz herzlich bei unseren zahlreichen Zuschauern für die langjährige Treue. (Zita Wolsegger) KARL STALLER Der Autor, Karl Staller, der auch Regie führt, stellt sich als Hausautor der Bühne vor. Gewiss haben die Aufführungen des Dramas "Die Stumme" und die Anregungen von Landesspielleiter Reinhard Auer dazu beigetragen, das dramatische Talent Karl Stallers zu entdecken, der mit "Mutter, wie viele Schritte darf ich machen?" ein neues Beispiel für die Volkstheatertradition von Stücken mit sozialkritischen Inhalten und zum Thema Integration vorlegt. Zuletzt in diesem Genre lief in Hopfgarten/Brixental "Der blinde Bua", ebenfalls von einem heimischen Autor, von Hannes Mallaun in Wörgl. Aus dem Programmheft zur Uraufführung: Kinder von damals Erinnern Sie sich auch gerne an Ihre Kindheit? Wir waren ca. 30 Mädchen und Buben in unserer Ortschaft und konnten stundenlang im Freien herumtoben. Es gab zwar kaum Spielplätze und erst recht kein teures Spielzeug, dennoch fanden wir genug Unterhaltungsmöglichkeiten. Straßen, Plätze und leere Grundstücke wurden oftmals zu Abenteuerspielplätzen umfunktioniert. Wir kletterten auf Bäume, spielten im Wald und rutschten über jedes steile Treppengeländer. Obwohl sich die Erwachsenen kaum mit uns beschäftigten, kannten wir eine Menge phantasievoller Spiele. Eines davon war: "Mutter, wie viele Schritte darf ich machen?". Wo anders auch als: "Kaiser, wie viele Schritte schenkst du mir?" bekannt. Karl Staller zu seinem Stück: Aus der Schar der mitspielenden Kinder wird zuerst durch Auszählen die "Mutter" gewählt. Sie stellt sich in einiger Entfernung mit dem Rücken zu den Spielkameraden auf und hat nun das Sagen. Ziel jedes Mitspielers ist es, selbst "Mutter" zu werden, um über die anderen Kinder zu bestimmen und deren Schritte festlegen zu können. Beliebteren Spielkameraden kann man als "Mutter" schneller zum Ziel verhelfen, indem man ihnen größere oder mehrere Schritte zugesteht. Wer die "Mutter" als Erster erreicht, hat das Spiel gewonnen und kann deren Rolle übernehmen. Meine Kindheitserinnerungen und die mit Verwunderung erlebten Alltagsszenen der Gegenwart haben mich auf die Idee gebracht, die Spielregeln von "Mutter, wie viele Schritte darf ich machen?", auf das Handeln von uns Erwachsenen und auf die heutige Gesellschaft zu übertragen. Mein Ziel war es, die verschiedenen Charaktertypen aufzuzeigen und die folgenschweren Auswirkungen ihrer Schritte in Wort und Szene darzustellen. So ist ein Schauspiel voller Spannung und Ernsthaftigkeit entstanden, wobei ein Schuss Humor für Auflockerung sorgt und somit auch Anlass zum Lachen gibt. "Mutter, wie viele Schritte darf ich machen?" fragt Hanna. "Fünf Riesenschritte!" antwortet die "Mutter" von der anderen Straßenseite. Hanna dreht sich erfreut um zu ihren Spielkameraden und macht einen großen Schritt auf die Fahrbahn. Dann sieht sie das Auto und … Acht Jahre später: Hanna sitzt im Rollstuhl und ist durch den schweren Schock auch in ihrer geistigen Entwicklung zurückgeblieben. Ihr bester Freund ist der Dorfpfarrer Josef, der viel Zeit mit ihr verbringt. Hanna's Mutter Sieglinde ist froh darüber, denn sie sorgt sich nicht nur um ihre Tochter, sondern auch um ihren Mann Paul, der mit dem Schicksalsschlag nicht fertig wird und trinkt. Als er wieder einmal im Gasthaus sitzt, trifft er völlig unerwartet seinen Jugendfreund Siegfried. Auch die neugierige Wirtin freut sich über den noblen Gast. Nur der Aushilfskellner Hermann scheint diese Freude nicht zu teilen. Als Paul seinen Freund zu sich nach Hause einlädt, ahnt er nicht, dass er damit eine Lawine von Gewissenskonflikten auslöst und sich alles um die eine Frage dreht: "Mutter, wie viele Schritte darf ich machen?"

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Gruß an Schloss Weißenstein

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