Sabina/Schauspiele Kauns

Sabina
Ein Zeitgeschichtespiel
von Ekkehard Schönwiese

erzählt von einer tiefreligiösen Frau, die als Volksschülerin einen Lehrer hatte, an den sie sich noch sehr gut erinnern kann. Er war ein bekennender Sozialist, ein begeisterter Pädagoge, der mit seinen Anschauungen Einiges an Konflikten mit dem Pfarrer des Dorfes auszutragen hatte. Sabina erinnert sich, wie ihr bei einem Kirchenbesuch die Masche ihres Zopfes aufgegangen war, sie unschicklich mit offenen Haaren da kniete und hierfür vom Lehrer, der auch Organist war, deshalb zur Rechenschaft gezogen wurde. So sehr sie das als ungerecht empfand, fühlte sie sich diesem Lehrer doch auch verbunden und erzählt, wie es dazu kam, dass er von den Nazis gehenkt worden ist.

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