Westbahntheater - Der Tod eines Handlungsreisenden

Mit Willy Loman, dem Handlungsreisenden, schuf Arthur Miller ein Abbild unserer Zeit: Loman, ein gescheiterter, alternder Mann kommt mit seinen Musterkoffern von schweifenden Reisen über die Autostraßen des Landes heim. Er ist verarmt, einsam und findet sich nicht mehr zurecht. Das Stück zeigt einen Menschen, der dem Bankrott seiner Ideale ausgeliefert ist, dessen Erwartungen an das Leben sich nicht verwirklicht haben und der sich aus diesem Grund in eine Flut von Erinnerungen flüchtet.
Immer wieder ist zu erkennen, dass sich in dieser Hauptfigur auch das Lebensgefühl unserer gegenwärtigen Epoche auf grandiose Art und Weise widerspiegelt.
Miller beschränkt sich in seiner Darstellung auf das unmittelbare soziale Gefüge von Willy Loman: Auf sein Zuhause und dessen Familie. Aufgrund dieser bewussten und radikalen Einengung des Blickfelds gelingt es ihm schlussendlich jedoch dem Zuschauer den umfassendsten und ehrlichsten Einblick in die Überreste eines Lebenstraums zu gewähren.

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