Judas/Arche Noe

Seit zwei Jahrtausenden steht der Name „Judas“ für Verrat, Eigennutz und Feigheit. Selbst die Kunst stellte Judas über die Jahrhunderte hinweg nur als Monster dar. Weltweit hält dieser Ruf an: in Mexiko beispielsweise werden noch heute zu Ostern „Judaspuppen“ öffentlich verbrannt, und in vielen Ländern ist es noch immer gesetzlich verboten, Neugeborene Judas zu nennen. Der Grund dafür scheint auf der Hand zu liegen: Für ein Schmiergeld von dreißig Silberlingen verriet er den Aufenthaltsort des Messias. In jedem Zeitalter gab es Spekulationen über Judas und seine Motive. Bis heute ist die Geschichte des Judas nicht klar definiert:
War nicht der Verrat des Judas notwendig, um das Opfer, zu dem Jesus bestimmt war, erst zu ermöglichen? War er einfach nur derjenige, der diesen schmutzigen Job erledigen musste? Oder hätten sich Tod und Auferstehung Jesu auch ohne ihn ereignen können?
Nach zweitausend Jahren ist es an der Zeit, Judas selbst zu Wort kommen zu lassen. In einer selbst inszenierten „Show“ unternimmt

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