Die Welle

Jugend von Rhue Morton

ID# 519-03
Verlag Autor
Akte 0
Dekorationen 0
Männer 9
Frauen 5
Kinder
Personen 13

Die Aufführungsrechte liegen bei
Autorenagentur
Besetzung:
5 D
9 H

Bearbeitung (ohne Rechte) von Georg Aichner
Im Verbandsarchiv lagernd

Es geschah 1967: San Francisco ist auf dem Höhepunkt der Hippiebewegung. Flower Power und Blumenkinder werden zum Symbol einer Sehnsucht nach Freiheit und Individualität. In Palo Alto, unweit von San Francisco, unterrichtet Ron Jones, der echte `Mr. Ross', Geschichte in einer kalifornischen High School. Die Schüler glauben nicht, dass eine Minderheit eine Mehrheit gegen ihren Willen einschüchtern und beherrschen kann: „Wenn die Mehrzahl der Deutschen keine Nazis waren, warum hat denn keiner versucht, den Holocaust zu verhindern?" Diese Frage einer Schülerin bewegte Ron Jones, 1967 ein Experiment zu starten.

„Ich wollte, dass die Schüler erfahren, wie es damals in Deutschland zuging. Sie sollten aber nicht nur etwas darüber lesen, sondern selbst erleben, was es heißt, z.B. gleichzeitig aufzuspringen und irgendetwas zu brüllen oder in einer sehr disziplinierten Weise dazusitzen, oder von einer Person abhängig zu sein, die einem dauernd sagt, was man machen soll."

Disziplin und Gemeinschaftssinn werden als neue Tugenden der Klasse einstudiert. Als dann die Gruppe zur Aktion schreitet und eine Bewegung auslöst, die sich über die ganze Schule verbreitet, gerät das Experiment außer Kontrolle. Die Schüler sind nicht nur bereit, ihre Individualität zugunsten eines bequemen, unselbständigen und disziplinären Verhaltens aufzugeben, sondern zwingen auch andere Schüler, Mitglied der Welle zu werden. Ist alles nur ein Spiel, oder werden hier die menschlichen Gehorsamsmechanismen wieder in Gang gesetzt?

„Ich glaube, irgend jemand hätte am Anfang gleich aufstehen und sagen sollen: `Mr. Jones, ich folge Ihnen nicht, ich sage Ihnen, das ist schlecht, was Sie machen!' Dann hätten wir anfangen können, darüber zu reden. Aber während des ganzen Experiments hat sich niemand dagegen gewehrt; kein Schüler, kein Lehrer, von den Eltern niemand und niemand von den Geistlichen - und das ist es, was mich erschreckt hat."

Nächster Termin

26.09.2017 20:00 Bühne 6261 - Strass ▸

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