Gemeinderat auf Urlaubsreise oder Das trennende Schwert

Lustspiel von Franz Rieder

ID# 241-15
Verlag Rieder
Akte 3
Dekorationen 2
Männer 7
Frauen 3
Kinder
Personen

Der Gemeinderat auf Urlaubsreisen - in Meran bei der Weinlese und daheim, in Kölbersdorf, da ist was los! Die Soldaten marschieren mit schallender Marschmusik zum Manöver ein und die Frau Bürgermeister erwischt einen Hexenschuß, Kipferl, der "allwissende " Gemeindediener, muß trotz Grippe, Fieber, Ohrensausen und Seitenstechen, in Schweiss gebadet, die Geschicke der Gemeinde in die Hand nehmen. Es geht los: In der Luft, zu Lande und im Dorfweiher kämpft die Marine! Leopold, der Altknecht, verliert fast das Gehör; wenn die Düsenjäger und Hubschrauber hinweg fegen, meint er die Schnaken surren; wird die Schallmauer durchbroche, daß die Scheiben klirren, ruft er gemütvoll "herein"! Und dabei verliebt sich die Unkl, die treue Seele des Hauses, beinahe in die zwei Offizierbruschen Lucke und Pauli, die allerhand "intelligente" Stücklein liefern, die sogar den Leopold, trotz daß er im zweiten Weltkrieg in der Küch' Kartoffelschäler war, "erschüttern"! Alles ist auf den Beinen - Schreck und Freude wechseln, wie Sonne und Donner im April, Kipferl scheint der "liebe Gott" zu sein, der, trotz Grippe, Fieber, Ohrensausen und Seitenstechen, über alles schaltet und waltet! Endlich kommt der Bürgermeister aus Meran zurück. Mann möchte meinen, der Schreck läßt naach - im Gegenteil, jetzt beginnt erst ein anderer, noch viel schrecklicher; denn gleichzeitig kommt eine "liebes-klassische" Karte aus Italien mit ins Haus und in die Hände der Frau Bürgermeister! Die weibliche Logik lodert auf und stellt das ganze Mannöver in den Schatten. Der Bürgermeister liegt sterbenskrank auf der Ofenbank, schluckt das Kragenknöpferl statt der Schmerztabeltte und die Frau will Rechenschaft über die "unvergnüglich schönen, berauschenden Stunden". Die Tageszeitung schreibt bereits von der "berühmten" Urlaubsreise, die Frau Bürgermeister hat bereits die Koffe gepackt und ist entschlossen sich nach 25 jähriger, glücklicher Ehe scheiden zu lassen. Und nichts passiert! Am Ende haben alle eine Freude, daß sie einmal Gelegenheit hatten ungewollt und unbewußt sich ihre Liebe zu beweisen. Das trennende Schwert eigentlich nur die Eifersucht von der gewachsenen, unauslöschlichen Liebe. Sogar der Leopold verzichtet, daß man seinen Gehörverlust als Manöverschaden meldet, wei er heiratet doch und ganz plötzlich, da er meint: "Das Heiraten und Schlittenfahren muß schnell gehen, sonst ist's nichts"! Da hat er recht, denn seine Florentina hat ganz schön Wirbel in ein sonst friedliches Haus gebracht.
Wenn Sie die Absicht haben einmal rücksichtslos die Lachmuskel Ihres Publikums zu massieren, dann wählen Sie dieses Spiel! Mit Freude werden Sie feststellen, was in 21/2 bis 3 Stunden alles auf der Bühne möglich ist. "Lachen ohne Reue über einen gewaschenen Witz" - das will dieses turbulente Lustspiel beweisen!
Und deshalb empfehlen wir es sehr herzlich und wärmstens!
Der Verlag