Da Weltverdruß

Komödie von Peter Landstorfer

ID# 323-17
Verlag Köhler
Akte 1
Dekorationen 2
Männer 5
Frauen 4
Kinder 0
Personen 9

Die drei Vagabunden, Bürstl, Tratzer und "Da Weltverdruss" träumen von einem besseren Leben in der "haute volée". Für Weltverdruss könnte dies bald Realität werden, denn seine große Liebe. Apolonia, Tochter der Fabrikantenfamilie Hammerstengel, will ihn am heutigen Abend bei einem FEstessen der Familie vorstellen. Babett, das etwas derbe Hausmädchen der doch sehr spießigen Hammerstengels, versorgt Weltverdruss und auch Tratzer, der als Unterstützung mitgehen "muss", mit den passenden Anzügen und unterweist beide in die Gepflogenheiten der "haute volée". Inzwischen laufen die Vorbereitungen für den Festabend bei Hammerstengels auf Hochtouren. 'Das Abendmenü wird besprochen, die Sitzordnung festgelegt. Apolonia ist bewusst, dass ihre Mutter nie einen Vagabunden als Schwiegersohn akzeptieren würde und stellt die beiden Gäste in ihrer Verzweiflung als "Freiherr von Weltverdruss" und dessen Vermögensverwalter "Valentino Tratzer" vor. Die Entzückung bei Frau Hammerstengel ist groß. Ein Freiherr als Schwiegersohn wäre schon etwas Besonderes. Kurzerhand wird die Sitzordnung des Abends umgestellt, der Freiherr sitzt nun neben Apolonia und Assessor Rehbein, als zukünftiger Ministerialrat der eigentlich Wunschschwiegersohn, wird ans Ende des Tisches verbannt. In ihrem Wahn, dass die Familie adelig werden könnte, übersieht Frau Hammerstengel sogar die peinlichsten Vorfälle wührend des Essens. Selbst, dass man "Rabarbarcremsuppe in Adelskreisen schlürft", lässt sie nicht hellhörig werden. Assessor Rehbein wird letztendlich hinauskomplementiert und man spricht nur noch von der bevorstehenden "Adelshochzeit". Erst als Bürstl auftaucht und als Freund und Trauzeuge vorgestellt wird, ist das Entsetzen groß. Als dann nich der "Herr Freiherr" mit der Spießigkeit von Frau Hemmerstengel abrechnet, ist es mit der Adeligkeit vorbei und die Hochzeit scheint geplatzt zu sein, oder haben die beiden doch noch eine Zukunft, vielleicht unter anderen Voraussetzungen?