Nur Zoff mit dem Stoff

Schwank von Bernd Gombold

ID# 534-11
Verlag Deutscher Theaterverlag
Akte 3
Dekorationen 1
Männer 5
Frauen 5
Kinder 0
Personen 10

Bauer Franz liegt im Clinch mit seiner esoterischen Nachbarin Maja, deren Biogemüse das Doppelte vom konventionell angebauten einbringt. Als der dubiose Mario auftaucht und ihm das dicke Geld für den Anbau seltsamer Pflanzen verspricht, glaubt Franz, das große Los gezogen zu haben ... Ein Schwank.

Franz und Erika Kohlkopf sind einfache und robuste Gemüsebauern, die hart arbeiten und leider nur sehr wenig verdienen. Täglich rackern sie sich ab, um finanziell einigermaßen über die Runden zu kommen. Zu allem Überdruss gibt es täglich „Zoff“ mit ihrer überaus gesundheitsbewussten Nachbarin Maja Müslein, die auf ökologischen Gemüseanbau und die traditionelle chinesische Heilkunst schwört. Damit verdient Maja ordentlich Geld – insbesondere dann, wenn die vornehme und wohlhabende Frau Henneliese von Wolkenstein samt Kater Amadeus mit ihren Wehwehchen und Problemen zur Behandlung kommt. Majas verschlafener und äußerst langsamer Ehemann Klaus hat dafür nichts übrig. Er ist froh, wenn er essen, trinken und schlafen kann und seine Ruhe hat. Doch die gönnt ihm seine resolute Frau nicht allzu oft.
Die leichtgläubige Kaufladenbesitzerin Berta Lädele kauft ihr Obst und Gemüse mal bei Kohlkopfs aus herkömmlichem Anbau, mal bei Müsleins aus ökologischem Anbau – je nachdem, wer ihr den größeren Bären über die Anbaumethoden des jeweiligen Kontrahenten aufbindet. Weitere Kunden sind der italienische Pizzabäcker Giovanni Tomati und seine impulsive Frau Maria von der Pizzeria „La Traviata“, die bei ihren Problemen und Sorgen immer den Rat und die Hilfe der gutmütigen Kohlkopfs in Anspruch nehmen.
Der naive Franz Kohlkopf wittert das große Geld, als plötzlich Mario, eine äußerst dubiose und geheimnisvolle Gestalt, auftaucht und ihm ein paar seltsame Pflanzen andreht. Mario legt dem gutmütigen Gemüsebauern ans Herz, er solle die Pflanzen möglichst unauffällig zwischen den Tomatensetzlingen anbauen und hegen und pflegen. Dafür werde er reich belohnt. Denn Mario gibt an, die Pflanzen gehörten einem Pharmakonzern und eigneten sich zur Herstellung eines Wundermittels zur Potenzsteigerung – deshalb sei strengste Geheimhaltung geboten. Franz will seinem Freund Giovanni bei dessen „Liebesproblemen“ helfen und gibt ihm ein paar dieser Wunderpflanzen zum Verzehr. Und der trottelige Klaus Müslein verkauft auf dem Bio-Bauernmarkt versehentlich diese seltsamen Pflanzen anstatt der Tomatensetzlinge. So wird aufgedeckt, dass es sich um Cannabis-Pflanzen handelt. Alle Beteiligten sind nun in höchster Gefahr, denn Mario entpuppt sich als gefährlicher Drogen-Dealer, der vor nichts zurückschreckt, um seine Haut zu retten. Zum Glück schreitet Thorsten ein, der sich bis dato als harmloser „Softie“ mit einer Schwäche für das männliche Geschlecht tarnte, aber in Wirklichkeit ein knallharter Drogenfahnder ist. Er kann dem schrägen Vogel Mario noch rechtzeitig das Handwerk legen. So wendet sich ganz zum Schluss doch noch alles zum Guten und den Kohlkopfs winkt sogar eine Belohnung für ihre Unterstützung.