Der Lätschi und seine zwoa Spezi

Lustspiel von Franz Rieder

ID# 142-05
Verlag Rieder
Akte 3
Dekorationen 1
Männer 6
Frauen 4
Kinder
Personen 10

Inhalt:
"Regina, Regina, du bist mir im Traum erschienen ..." - so eine Erscheinung kommt nicht von ungefähr; schon gar nicht beim Lätschi, der ein halbes Menschenleben buchstäblich verschlafen hat. Und er hätte mit seinen zwei Spezis, dem Gockerl und dem Pfeifferl, auch weiter geschlafen, wenn nicht ... und jetzt beginnt's: Die Rosl, bis jetzt Wirtschafterin beim Lätschi und Vinzenzonkel, und Ulrich, ihr Mann, wollen nach England auswandern, um dort die Erbschaft der Tante Änn anzutreten. Das stellt natürlich den Lätschi mit dem Vinzenzonkel vor eine ganz schwere Situation.

 Um der traurigen Zukunft vorzubeugen, bestellen der Pfeifferl und der Gockerl dem Lätschi aus einem Heiratsinstitut eine Hochzeiterin. Jedoch den "i"-Punkt setzt erst der Vinzenzonkel, der auch eine Hochzeiterin für Lätschi bestellt. Ja - nun sitzen sie da, die drei Schönen: Die Martina, die Sabina und die Regina mit den heißen Liebesbriefen in der Hand und Lätschi weiß von nichts, bringt aber keine mehr los! Eigentlich will er ja die Regina gar nicht mehr losbringen, denn das ist eine "Puppe", in die er sich sofort verknallt hat.

 Der Vinzenzonkel versteht eben etwas auf diesem Gebiet. Doch dass es in der Nacht nicht finster wird, das kann er auch nicht aufhalten - und es beginnt bereits zu dämmern. Das stört aber die drei "Puppen" überhaupt nicht - sie bleiben! Wenngleich auch Gockerl eine handfeste Lüge bei seiner Martina feststellt: Im Inserat steht: "20 Jahre jung, knusprig und schön und schlank wie eine junge Fichte ..." Dabei ist Martina fast 40 Jahre und hat eher den Umfang einer zweihundertjährigen Eiche. Aber Gockerl konnte ja nicht wissen, dass das Inserat bereits 20 Jahre läuft. So läuft in diesem urigen Lustspiel fast alles anders als es soll, aber der Vinzenzonkel steuert alles richtig. Nur das mit der Diskothek und dem Halsweh geht dem Vinzenzonkel nicht in den Kopf, trotzdem er auch einmal "jung" war...