Konstellationen

Sprechtheater von Nick Payne

ID# 081-53
Verlag Rowohlt
Akte
Dekorationen 1
Männer 1
Frauen 1
Kinder
Personen 2

Marianne ist Quantenphysikerin, Roland ist Imker. Ihre Liebesgeschichte von der anfänglichen Leidenschaft über den ersten Seitensprung bis hin zum „Dass der Tod euch scheidet“ könnte ein übliches Beziehungsdrama sein, würde nicht Mariannes Forschungsgebiet auf überraschende Weise die

Handlungsentwicklung bestimmen: Angenommen, es gäbe eine unüberschaubare Anzahl von Paralleluniversen, die sich bei jeder gefällten Entscheidung weiter verzweigen, so würde auch unser Leben in unendlich vielen Varianten existieren. Dieser Theorie folgend, entwickelt Nick Payne eine originelle Dramaturgie für "Konstellationen", indem er dasselbe Geschehen immer wieder anders erzählt, in den einzelnen Szenen zurückspringt und alternative Entwicklungen ausprobiert. Es scheint, als müsste sich das Paar erst durch einige Universen hindurch, an verkorksten Anfängen und falschen Abzweigungen vorbeitasten, bis sie bei ihrer gemeinsamen Geschichte ankommen, die uns dann erstaunlicherweise als die ultimative und paradigmatische Liebesgeschichte erscheint. Ebenso erstaunlich ist, wie es Nick Payne gelingt, vor dem Hintergrund der berührenden Romanze die großen Fragen um nicht weniger als den Sinn des Lebens und den freien Willen des Einzelnen zu stellen.

Theater praesent/Konstellationen