The King´s Speech

Schauspiel von David Seidler

ID# 561-01
Verlag Ahn & Simrock
Akte 2
Dekorationen
Männer 7
Frauen 2
Kinder
Personen 9

(Fassung der Londoner West End Produktion) - ins Deutsche übersetzt von: Ella Dietrich

Herzog Albert, der zweite Sohn des britischen Königs George V, ist Stotterer. Seine erste Rundfunkansprache wird für ihn zum demütigenden Desaster. Vergeblich sucht er verschiedene Ärzte auf, bis seine Frau, Herzogin Elizabeth, von dem ungewöhnlichen Sprachtherapeuten Lionel Logue hört, der aus Australien stammt. Die Annäherung zwischen dem unverblümten Logue und dem reservierten, von Blockaden geplagten Herzog gestaltet sich schwierig, zumal auch beider Ehefrauen das Unternehmen kritisch beobachten. Doch dann stirbt der König, und der eigentliche Thronfolger, Alberts älterer Bruder David, zieht die Heirat mit einer zweifach geschiedenen Amerikanerin der Königswürde vor. Wenn Albert seine Pflicht als nächster König eines vom Hitlerdeutschland bedrohten Landes erfüllen will, muss er lernen, öffentlich zu sprechen. Der Weg ist weit und steinig bis zu seiner wohl wichtigsten Rundfunkansprache: Vorbereitet und unterstützt durch Logue, der ihm ein echter Freund geworden ist, legt er 1939, mittlerweile als King George VI, seinem Volk einfühlsam und fehlerfrei die moralischen Gründe dafür dar, dass das britische Empire Deutschland den Krieg erklären muss.

Dass diese Geschichte auf der Bühne glänzend funktioniert, kommt nicht von ungefähr: Dies ist kein "Stück nach dem bekannten Film", sondern umgekehrt, denn das Theaterstück war zuerst da. Es ist dem Zufall zu verdanken, dass daraus auch ein umwerfender Kinoerfolg wurde: Der Film mit dem atemberaubenden Colin Firth als stotterndem König war in 2011 Star bei der Oscar-Verleihung und gewann außerdem zahlreiche Auszeichnungen bei den Golden Globes, den British Academy und den British Independent Film Awards. Da dieses historisch-biografische Drama zugleich die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft ist, eroberte es im Sturm auch die Herzen des Publikums.
 Kunstvoll konzentriert Autor Seidler, der auch das Filmdrehbuch schrieb, die Handlung in virtuos nach- und ineinandergesetzten Szenen auf die schwierigen Beziehungen zwischen seinen so verschiedenen Hauptfiguren. Dabei schafft er es mit minimalen Mitteln, auch den für die Entwicklung der Geschichte so wichtigen historischen Hintergrund auf die Bühne zu holen.