Covid Informationen für Kunst und Kultur ab 15. September 2021

3-Stufen-Plan

Die Bundesregierung hat einen 3-Stufen-Plan zur Bekämpfung der Corona-Pandemie festgelegt - abhängig von der Auslastung der Intensivbetten in den Krankenhäusern.

Stufe 1: ab einer Auslastung von 200 Intensivbetten (ab 15.9.2021)
Stufe 2: Maßnahmen treten 7 Tage nach Überschreitung von 300 belegten Intensivbetten in Kraft
Stufe 3: Maßnahmen treten 7 Tage nach Überschreitung von 400 belegten Intensivbetten in Kraft
 

Stufe 1 - ab 15.9.2021


Rechtsgrundlage:
2. COVID-19-Maßnahmenverordnung - 2. COVID-19-MV Konsolidierte Fassung: hier

Gültigkeitsdauer:
Verordnung: 1.7. - 31.10.2021
§ 12 Zusammenkünfte (Veranstaltungen): 15.9. - 13.10.2021
Anzeigenpflicht für VA ab 100 Personen: ab 21.9.2021

Neue Regelungen für Veranstaltungen im Überblick:

  • Überall, wo bisher ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben war (Geschäfte des täglichen Bedarfs, Öffis) gilt wieder FFP2-Masken-Pflicht.
    Ausnahmen: keine Maskenpflicht für Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr, Kinder von 7 - 14 Jahren dürfen MNS anstatt FFP2-Maske tragen.
     
  • 3-G-Regel verpflichtend bei Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen (ausgenommen privater Wohnbereich und Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz)
     
  • Antigentests sind österreichweit nur mehr 24 Stunden ab Testabnahme gültig.
     
  • FFP2-Masken-Pflicht in Museen, Kunsthallen, kulturellen Ausstellungshäusern, Bibliotheken, Büchereien und Archiven - außer für Geimpfte und Genesene.
     
  • Impfungen sind jetzt verlängert 360 Tage nach Zweit- oder Drittimpfung gültig.
     
  • Zugang zur Nachtgastronomie: neben dem Impfnachweis und dem PCR Test auch für Genesene mit entsprechendem Nachweis (Antikörpernachweis) möglich.
     
  • Verschärfung der Kontrolle der geltenden Maßnahmen!

Aktuelle Regelungen im Detail


Rechtsgrundlage:

  • Es gilt die 2. COVID-19-Maßnahmenverordnung, gültig bis Ablauf des 31.10.2021.
  • § 12 Zusammenkünfte (= Veranstaltungen) tritt mit Ablauf des 13.10.2021 außer Kraft.

Allgemeines für Veranstalter*innen:  

  • Keine Personenobergrenzen bei Veranstaltungen (aber Anzeigenpflicht ab 100 Personen und Bewilligungspflicht ab 500 Personen - siehe unten)
  • Kein Mindestabstand
  • Keine Sperrstunde
  • Keine Sitzplatzzuweisungen vorgeschrieben

Maskenpflicht:

  • Maske = FFP2-Maske
  • Allgemein: Maskenpflicht gilt beim Betreten öffentlicher Orte in geschlossenen Räumen: öffentliche Verkehrsmittel, Apotheken, Lebensmittelhandel, Bank, Post, Verwaltungsbehörden und -gerichte.
    (Sonderbestimmungen für Alten-, Pflege- und Gesundheitseinrichtungen)
  • Kulturbereich: FFP2-Maskenpflicht für Ungeimpfte in Museen, Ausstellungen, Bibliotheken und Archiven.
  • Kinder: keine Maskenpflicht bis zum vollendeten 6. Lebensjahr. Kinder ab dem vollendeten 6. und 14. Lebensjahr dürfen einen Mund-Nasen-Schutz ansteller einer FFP2-Maske tragen.
     

VERANSTALTUNGEN:

  • Für Veranstaltungen mit mehr als 25 Personen (ab der 26. Person) gilt die 3-G-Regel.
  • Für Kultureinrichtungen, in denen überwiegend Zusammenkünfte stattfinden (Theater, Kinos, Varietees, Kabaretts, Konzertsäle und -arenen) gilt die 3-G-Regel. Außerdem: COVID-Beauftragte*r und COVID-Präventionskonzept.
  • An einem Ort dürfen mehrere Zusammenkünfte/Veranstaltungen stattfinden, sofern eine Durchmischung der Teilnehmer*innen durch räumliche, bauliche oder zeitliche Maßnahmen ausgeschlossen wird.
  • Kinder: keine 3-G-Nachweispflicht bis zum vollendeten 12. Lebensjahr

3-G-Nachweis:

getestet:

  • SARS-CoV-2-Antigentest: max. 24 Stunden. Gültig ist auch ein Selbsttest, der in einem behördlichen Datenerfassungssystem erfasst wird. In Tirol auf: selbsttest.tirol > Anleitung
  • PCR-Test: max. 72 Stunden
    In den Tiroler Screeningstraßenwerden kostenlose PCR-Tests angeboten. Anmeldung: tiroltestet
    Auch in Apotheken sind kostenlose PCR-Tests möglich - Infos: hier
  • Kann kein Nachweis vorgelegt werden, ist ein SARS-CoV-2-Antigentest zur Eigenanwendung unter Aufsicht des Betreibers einer Betriebsstätte ausnahmsweise erlaubt. (Der/die Veranstalter*in ist jedoch nicht dazu verpflichtet, Testungen vor Ort durchzuführen bzw. Tests bereitzustellen!)
  • Das negative Testergebnis ist für die Dauer des Aufenthalts bereitzuhalten.

genesen:

  • ärztliche Bestätigung über eine in den letzten 180 Tagen überstandene SARS-CoV-2-Infektion, die molekularbiologisch bestätigt wurde,
  • Absonderungsbescheid, wenn dieser für eine in den letzten 180 Tagen vor der vorgesehenen Testung nachweislich mit SARS-CoV-2 infizierte Person ausgestellt wurde,
  • Nachweis über neutralisierende Antikörper, der nicht älter als 90 Tage sein darf

geimpft:

  • Nachweis über eine mit einem zentral zugelassenen Impfstoff gegen COVID-19 erfolgte Impfung:
    - Zweitimpfung, wobei diese nicht länger als 360 Tage zurückliegen darf, oder
    - Impfung ab dem 22. Tag bei Impfstoffen, bei denen nur eine Impfung vorgesehen ist (Johnson & Johnson), wobei diese nicht länger als 270 Tage zurückliegen darf, oder
    - Impfung (bei Genesenen), sofern mindestens 21 Tage vor der Impfung ein positiver PCR-Test bzw. ein Nachweis über neutralisierende Antikörper vorlag, wobei die Impfung nicht länger als 360 Tage zurückliegen darf, oder
    - weitere Impfung, wobei diese nicht länger als 360 Tage zurückliegen darf und zwischen dieser und einer vorigen Impfung mindestens 120 Tage verstrichen sein müssen.

Der/die für die Veranstaltung Verantwortliche ist berechtigt, personenbezogene Daten zu erheben und Daten zur Identitätsfeststellung zu ermitteln. Die Daten dürfen weder gespeichert noch vervielfältigt werden und müssen nach 28 Tagen gelöscht/vernichtet werden. Erhoben werden:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Gültigkeit(sdauer) des Nachweises
  • Barcode bzw. QR-Code

FAQ zum Grünen Pass: hier

Die Kontrolle der QR-Codes im Grünen Pass kann mithilfe der Green Check Anwendung mit dem Handy durchgeführt werden.
1. Im Internetbrowser www.greencheck.gv.at aufrufen
2. Zugriff auf die Handykamera erlauben
3. QR-Code scannen
4. Angezeigt werden Name und Geburtsdatum der Person (um einen Abgleich mit einem Lichtbildausweis zu ermöglichen), und die Information, ob die Person zum Zutritt berechtigt ist. Es werden keine Daten gespeichert.
 

VERANSTALTUNGEN ÜBER 100 BZW. 500 PERSONEN
(§ 12 Zusammenkünfte):

Anzeige- bzw. Bewilligungspflicht:

  • Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen sind bis spätestens eine Woche vorher bei der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde anzuzeigen.
     
  • Die Anzeige hat elektronisch an eine von der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde bekanntgegebene E-Mail-Adresse bzw. über das Online-Formular zu erfolgen:
    Online-Formular: Anzeige einer Zusammenkunft
    E-Mail Innsbruck Land: Bh.innsbruck(at)tirol.gv.at
    E-Mail Innsbruck: covid-veranstaltungen(at)innsbruck.gv.at
     
  • Für Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen ist eine Bewilligung der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde vorgeschrieben. Die Entscheidungsfrist für die Bewilligung beträgt zwei Wochen ab vollständiger Vorlage der Unterlagen.
    Der Antrag zur Bewilligung erfolgt über das Online-Formular:
    Antrag auf Bewilligung einer Zusammenkunft
    Liste der BHs: hier
    Stadtmagistrat Innsbruck: hier
     
  • Personenanzahl = Anzahl der Teilnehmer*innen. Personen, die für die Durchführung der Veranstaltung notwendig sind, werden nicht eingerechnet.
     
  • Anzeige:
    - Name und Kontaktdaten (Tel., E-Mail) des/der für die Veranstaltung Verantwortlichen (Covid-Beauftragte*r)
    - Zeit, Dauer und Ort der Veranstaltung
    - Zweck der Veranstaltung
    - Anzahl der Teilnehmer*innen Bh.innsbruck@tirol.gv.at
     
  • Bewilligung:
    - Daten wie bei Anzeige
    - zusätzlich: Vorlage eines Präventionskonzepts
     
  • Für Kultureinrichtungen (§ 8) sowie für Veranstaltungen (§ 12) sind generell ein COVID-19-Präventionskonzept und die Bestellung eines/einer COVID-19-Beauftragten verpflichtend.
    Ausnahme: geschlossene Gruppe/Gesellschaft und keine Vermischung mit sonstigen Besucher*innen möglich: COVID-19-Präventionskonzept und COVID-19-Beauftragte*r verpflichtend ab 100 Personen.

COVID-19 Präventionskonzept muss beinhalten:

  • spezifische Hygienemaßnahmen
  • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion
  • Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen
  • ggf. Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken
  • Regelungen zur Steuerung der Personenströme und Regulierung der Anzahl der Personen
  • Regelungen betreffend Entzerrungsmaßnahmen, wie Absperrungen und Bodenmarkierungen
  • Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter*innen in Bezug auf Hygienemaßnahmen und die Durchführung eines SARS-CoV-2-Antigentes
  • Anmerkung: Diese Punkte sind laut Verordnung vorgeschrieben, wobei in der aktuellen Verordnung keine Obergrenzen für Besucher*innen vorgesehen sind (Regulierung der Anzahl der Personen).
    Für die Konsumation von Speisen und Getränken gilt § 5 Gastgewerbe. Es gibt jedoch keine Regelungen für die Ausgabe von Speisen und Getränken bei Veranstaltungen.

COVID-19-Beauftragte sind:

  • geeignete Personen mit Kenntnis des COVID-19-Präventionskonzepts sowie der örtlichen Gegebenheiten und der organisatorischen Abläufe
  • Ansprechpersonen für die Behörden und zuständig für die Umsetzung und Überwachung des COVID-19-Präventionskonzepts

Contact Tracing:

  • verpflichtend für alle Kultureinrichtungen und Zusammenkünfte, bei denen Personen sich voraussichtlich länger als 15 Minuten am betreffenden Ort aufhalten.
  • Bei Besucher*innengruppen aus einem (!) Haushalt genügen die Daten einer volljährigen Person.
  • Diese Daten sind einzuholen bzw. festzuhalten:
    - Vor- und Zuname
    - Tel. und wenn vorhanden E-Mail
    - Datum und Uhrzeit des Betretens der jeweiligen Betriebsstätte
  • Die Daten sind für die Dauer von 28 Tagen vom Zeitpunkt ihrer Erhebung aufzubewahren und danach unverzüglich zu löschen.
  • Datenschutz: Eine Verarbeitung der Daten zu anderen Zwecken ist unzulässig. Es ist sicherzustellen, dass die Daten nicht durch Dritte einsehbar sind (z.B. keine offenen Listen beim Eingang).
  • Ausnahme: Gelegenheitsmärkte, an denen lediglich Waren, Speisen oder Getränke zum Verkauf angeboten werden.
  • In Innsbruck kann zur Gästeregistrierung ein vergünstigtes QR-Code-System genutzt werden.

Gastronomie:

  • Keine Personengrenzen und keine Sperrstunde
  • COVID-19-Präventionskonzept und COVID-19-Beauftragte*r verpflichtend
  • Zutrittsvorraussetzung3-G-Regel. Gast hat den Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr für die Dauer des Aufenthalts bereitzuhalten.
  • Keine 3-G-Nachweispflicht bei Abholung von Speisen und Getränken sowie bei Imbiss- und Gastronomieständen. Aber: FFP2-Masken-Pflicht in geschlossenen Räumen
  • Selbstbedienung ist zulässig, sofern geeignete Hygienemaßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos gesetzt werden (Präventionskonzept).
  • 3-G-Nachweis für Nachtgastronomie: Es gilt geimpft, genesen (mit Antikörpernachweis) oder ein PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist.

Proben und künstlerische Darbietungen zu beruflichen Zwecken in fixer Zusammensetzung:

  • Bei Bekanntwerden einer SARS-CoV-2-Infektion eines/einer Beteiligten sind in den folgenden 14 Tagen nach Bekanntwerden der Infektion vor jeder Zusammenkunft alle Beteiligten einer molekularbiologischen Testung oder einem Antigentest auf das Vorliegen einer SARS-CoV-2-Infektion zu unterziehen.
  • Bei mehr als 51 Arbeitnemer*innen: COVID-19-Präventionskonzept und COVID-19-Beauftragte*r verpflichtend

Sonderbestimmungen für Zusammenkünfte einer geschlossenen Gruppe bzw. Gesellschaft

  • geschlossene Gruppe/Gesellschaft: alle Personen sind vorab bekannt (Schulklassen, private Feste)
    Details unter § 12 Abs. (8)

Zusammenkünfte im Rahmen der außerschulischen Jugendarbeit

  • Es gelten die Regelungen für Zusammenkünfte (§ 12)
  • Leitfaden für außerschulische Jugendarbeit des BKA: hier

Stufen 2 und 3


Für die Stufen 2 und 3 liegt noch keine gesetzliche Grundlage vor. Geplant sind folgende Maßnahmen:
 

Stufe 2:

  • In der Nachtgastronomie und ähnlichen Settings sowie bei Zusammenkünften ohne zugewiesene Sitzplätze mit mehr als 500 Personen haben nur mehr geimpfte und/oder genesene Personen Zutritt (2-G-Regel).
  • Antigentests mit Selbstabnahme („Wohnzimmertests“) sind nicht mehr für 3-G-Nachweis gültig.

Stufe 3:

  • Ausweitung der Zugangsbeschränkungen: überall wo die 3-G-Regel gilt, haben nur mehr geimpfte und/oder genesene Personen bzw. Personen mit einem negativen PCR-Test Zutritt.


Angaben ohne Gewähr!




 

 

 

 

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