Volksschauspiel und -theater

Leitung

Wie kommst du zum TVT und wie war dein Theater-Werdegang?

Der erste Kontakt war über Ekkehard Schönwiese, damals noch bei einer Produktion bei der Werksbühne Tyrolit, durch meinen Verein „Theater SpielBerg“ und über Thomas Gassner.

Mein erstes Stück war 1994 „Pumuckl“ bei der Werksbühne Tyrolit. Ich war dort Mitglied bis 2015. Dort durfte ich das Schauspiel unter Größen des Laientheaters wie Herbert Wernard, Gottfried Singer und Markus Plattner erlernen und Erfahrung sammeln, bis ich 2006 selbst das erste Mal Regie führte. Von 2006 bis 2015 spielte ich auch bei anderen Bühnen oder führte Regie, wie z.B. im Theater im Lendbräukeller (Woyzek, Stigma, Ware Wunder) oder bei der Bühne 6261 In Strass (Ladys Night, Die Mausefalle). 2015 gründete ich meinen eigenen kleinen, aber feinen Theaterverein das „Theater SpielBerg“ in Schwaz. Neben meiner Obmannschaft bin auch als Schauspieler und Regisseur tätig. Wir hatten bis heute mehrere Uraufführungen, wie z.B. „Der Knappe und der Tod“ im Silberbergwerk Schwaz, das jährliche Gasthaustheater “KomödienDinner“ aber auch Volkstheater und Schauspiel wie „Besuchszeit“ oder „Der Gast“.

Was hat dich an dieser Aufgabe gereizt?

Der Fachbereich Volkstheater ist für mich ein ganz wichtiger, da ich meine ersten Schritte auf der Bühne und meine meiste Erfahrung aus diesem Bereich nehme. Das Thema ist so vielseitig und so groß wie sonst kein anderer Fachbereich und es lassen sich Moderne, Brauchtum, Tradition usw. miteinander verbinden.

Wo siehst du die größte Herausforderung?

Bei der oben genannten Vielseitigkeit den Überblick zu bewahren und die Moderne in diesen Fachbereich einziehen zu lassen.

Was möchtest du dabei bewegen?

Ich möchte gerne als Berater mit Rat und Erfahrung jedem, der es wünscht, zur Seite stehen um zu zeigen das es mehr gibt als die „Dauerschleife der Klassiker“ und dass eine moderne Volkstheaterproduktion und - Inszenierung ins „Jeans und T-Shirt“ auch funktioniert. Es muss nicht immer die “Tracht“ und die Bauernstube sein

Wie war dein erster Kontakt mit Theater?

Das war ein Besuch mit der Volksschule im Landestheater Innsbruck und zwar das Stück „Peter Pan“ von James Matthew Barrie. Dieses Stück und die Geschichte „des nicht- erwachsen – werden - Wollens“ fesseln mich bis heute.

Welche war deine Lieblings-Theater-Produktion, die du gesehen hast und warum?

Da gibt es viele, wenn nicht schon fast unzählige. Aber zu meinen Favoriten zählen „Die Kinder des Teufels“ von Felix Mitterer, die „Passionsspiele Erl“ von Felix Mitterer, aber auch „Der Weibsteufel“ von Karl Schönherr. Bei dieser Art von Stücken braucht es mehr als nur den Text zu können und bei allen haben es die Spieler*innen geschafft mich mit ihrer Emotion und ihrer Leidenschaft zum Spiel zu fesseln.

Wie schätzt du die Theaterlandschaft in Tirol ein, an was möchtest du festhalten, was möchtest du anders sehen?

Sie ist bunt, vielseitig, voller kreativer Talente und Traditionen aber auch eigensinnig, engstirnig und veraltet. Festhalten möchte ich an den Traditionen und dem Engagement mit einem gewissen Blick nach vorn.
Was möchte ich noch? Dass in jedem Bereich mehr zusammengearbeitet wird.

Welches Lob möchtest du dem Theater Verband machen?

Er steht für das Große und Ganze und versucht zu verknüpfen und zu vermitteln, was sehr wichtig und wie ich finde die Zukunft des Theaters ist.

Welche Kritik hast du an den Theaterverband?

Leider geschieht das alles erst jetzt. Diesen Umbruch bzw. Aufschwung hätte es schon vor Jahren gebraucht. Es muss enger zusammengearbeitet werden (Bühnen mit dem Bezirk und Bezirk mit dem Land).

Unter welches Motto würdest du deine Aufgabe im TVT für dich stellen und warum?

“Volkstheater für Jedermann“
Dass es wen gibt, der da ist, wenn man ihn braucht, für Fragen und Antworten. Für ein leichteres Kommunizieren untereinander und den Staub von diesem Fachbereich zu wischen.