DER CHINESE

Schauspiel von Benjamin Lauterbach
Verlag Hartmann & Stauffacher Verlag für Bühne, Film, Funk und Fernsehen
D-50672 Köln, Bismarckstraße 36
Akte
Dekorationen
Männer
Frauen
Kinder
Personen
Unser schönes Land – so ungefähr 30 Jahre in der Zukunft.

Es ist geschafft!
Es gibt eine befriedete Gesellschaft, alle Menschen sind glücklich – und gleich. Dafür mussten jedoch harte Einschnitte her.
Die EU ist Geschichte, ein großer Gartenzaun schützt die Grenzen und alle, die nicht bemüht waren, sich zu integrieren, wurden abgeschoben.
Klare Regeln, Gesetze zum Wohle der Gemeinschaft, ein fröhlich-disziplinierter Lebensstil und eine Politik ganz im Zeichen der Familie sorgen für Ordnung und allgemeines Wohlbefinden.

China dagegen ist komplett am Ende. Das Volk unzufrieden, die Machthaber ratlos.
So werden ausgewählte Repräsentanten nach Österreich geschickt, um für unbestimmte Zeit bei einheimischen Familien zu wohnen und zu lernen, wie wahres und unendliches Glück funktioniert.

Über diese österreichisch-chinesische Vereinbarung kommt Herr Ting in das Haus des Erfinders Alexander und dessen Frau Gwendolyn. Die Muster-Familie ist in heller Aufregung und bei regionalen Smoothies und nachhaltiger Öko-Nahrung versucht Ting, die Geheimnisse des österreichischen Wunderlandes zu entschlüsseln.
Und stößt dabei zunehmend auf kleinere und größere Abgründe.
Doch Ting bleibt in der Rolle des Kulturbotschafters, wahrt die Fassung und verteilt batteriebetriebene Mitbringsel aus Vollplastik – einem Material, das es im Gastland eigentlich gar nicht mehr gibt.
Das versetzt zwar die Kinder in Entzücken, bringt aber das Familienidyll und damit auch den Staatsfrieden ins Wanken.
Und während sich der mit Smartphone ausgestattete Ting auch noch für Alexanders Erfindungen interessiert und die staatlichen Sicherheitsexperten Kuschke und Schischke auftauchen, um nach dem Rechten zu sehen, gerät das Glück zunehmend aus den Fugen.

Die Grundfesten der österreichischen Ordnung sind in Gefahr!