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Volksschauspiel Theaterstück Biographietheater Schauspiel mit Musik von Keiler Martina
Verlag (kein Verlag)
Akte 2
Dekorationen
Männer
Frauen
Kinder 1
Personen 15
Zwischen Fels und Firn, in den rauen Tälern des Zillertals, beginnt die Geschichte von Georg Samer – dem „Stuaklauber Joseler“. Ein junger Hirtenbub, der den Wert der Berge nicht in Klickzahlen, sondern in Kristallen erkannte. Für ihn waren die Alpen Schatzkammer, Zuflucht und Lehrmeister zugleich. Seine Schritte führten nicht zu Aussichtspunkten, sondern zu verborgenen Adern voller Amethyste und Bergkristalle – Fundstellen, die nur ein geübtes Auge und ein respektvolles Herz entdecken konnten.
Heute jedoch stehen diese Berge vor einer neuen Herausforderung. Wege, die Samer mühsam und mit Instinkt erschloss, werden von digitalen Landkarten ausgeleuchtet; stille Täler werden zu Kulissen für Selfies; Gipfel, die einst nur Könnern vorbehalten waren, werden im Sekundentakt betreten – nicht aus Ehrfurcht, sondern aus Erwartung an das perfekte Foto. Spuren, die früher einzelne Kiesel bewegten, verwandeln sich in ausgetretene Pfade der Sensationslust. Das Stück stellt die Frage: Was bleibt vom Geist der Berge, wenn ihr Wert nur noch durch die Linse eines Smartphones betrachtet wird?
Und was würde Georg Samer – der leidenschaftliche Strahler, Alpinist und Hüter der Geheimnisse – dazu sagen? Zwischen Vergangenheit und Gegenwart wirft dieses Freilichttheaterstück einen kritischen Blick auf den Wandel der Bergwelt: von den verborgenen Schätzen, die Samer entdeckte, hin zu den sichtbaren Wunden, die wir heute hinterlassen.