Das letzte Mal

Komödie von Emmanuel Robert-Espalieu
ID# 564-06 (dig.)
Verlag Schultz & Schirm Bühnenverlag
Akte 1
Dekorationen 1
Männer 1
Frauen 1
Kinder
Personen 2
DIE FRAU Liebling, du wirst heute Nacht sterben. Ich habe dich vergiftet. So beginnt der todernste und abgründig komische Dialog eines Ehepaars, das beim gemeinsamen Abendessen in seinem Appartement sitzt. Der Mann ist abgelenkt von seinen allabendlichen Ritualen, die Frau wartet auf einen Moment Aufmerksamkeit seinerseits. Dann platzt es aus ihr heraus: Ich habe dich vergiftet. Heute Nacht wirst du sterben. Die Frau möchte aus der gescheiterten Partnerschaft ausbrechen und ihr eigenes Leben führen. Scheidung ist keine Option: Viel zu umständlich, ums Geld wird gestritten und obendrein begegnet man dem Ex-Mann beim Einkaufen. Ein Fünkchen Liebe ist aber noch da, deshalb soll der Tod des Mannes ein schöner sein: Schnell und – wie ihr vom Gärtner versichert wurde – schmerzfrei. Die Perspektive des Mannes ist naturgemäß eine andere … Den beiden bleiben eineinhalb Stunden, in denen sie sich bekämpfen, sich einander nochmals annähern und wieder bei sich selbst landen. Wie in Sartres „Geschlossener Gesellschaft“ entkommt sich das Paar am Ende nicht. Der Abend beginnt wieder von vorne: L’enfer, c’est les autres – die Hölle, das sind die anderen.