Herkules und der Stall des Augias

Komödie von Friedrich Dürrenmatt
ID# 541-19
Verlag
Akte 1
Dekorationen 1
Männer 7
Frauen 2
Kinder
Personen 9
Aufführungsrechte für Österreich liegen beim Diogenes Verlag in der Schweiz auf Das Leben der Elier wird wegen des ständig anwachsenden Mistes immer beschwerlicher. So beschließt Augias, mehr Präsident als König, mit seinem Parlament, dem griechischen Nationalhelden Herkules einen Brief zu schreiben, ein ansehnliches Honorar und Reisespesen anzubieten und ihm den Auftrag der Säuberung zu übertragen. Herkules verspürt wenig Lust, zumal seine vierte Arbeit als Nationalheld - das Erlegen des Erymanthischen Ebers - missglückt ist und so ein ansehnliches Honorar ausblieb. Sein Sekretär erinnert ihn jedoch an seine immensen Schulden und die Kosten, die die repräsentativen Pflichten eines Helden mit sich bringen. So schifft sich Herkules mit seiner Geliebten Deianeira und seinem Sekretär ein; in Elis wird ihm ein überaus freundlicher Empfang bereitet. Oberhalb der Stadt, in gebührendem Abstand zur Hauptstadt, die einem riesigen Misthaufen gleicht, lässt Herkules seine Zelte aufschlagen. Nach der Begegnung mit Augias, dessen Kindern Phyleus und Iole, den elischen Parlamentariern, ihren vielen Kommissionen und ihrem Demokratieverständnis wird auf komödiantische Weise klar, warum auch die fünfte Tat des Nationalhelden ungetan bleiben muss.